Versetzung

Eine Versetzung ist die einseitige Veränderung des Arbeitsortes oder der Aufgaben durch den Arbeitgeber.

Dies ist dem Arbeitgeber aufgrund seines Weisungsrechts grundsätzlich gestattet, § 106 Gewerbeordnung. Finden sich jedoch Regelungen in Arbeits- oder Tarifvertrag, haben diese Vorrang.

Benachteiligt eine Versetzung den Arbeitnehmer unangemessen (beispielsweise durch eine neue, deutlich schlechter bezahlte oder weniger verantwortungsvolle Position) ist dies nicht vom Weisungsrecht gedeckt. Eine Versetzung in eine andere Stadt ist nicht grundsätzlich unzulässig.

Verfügt das Unternehmen über mehr als 20 Mitarbeiter und einen Betriebsrat, muss dieser vor der Versetzung eines Arbeitnehmers an einen anderen Standort gehört werden, § 99 Betriebsverfassungsgesetz.

Stehen Nachteile für den Betrieb zu befürchten oder wird der Arbeitnehmer benachteiligt, ohne dass dies gerechtfertigt ist, kann der Betriebsrat seine Zustimmung verweigern.

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