Sonderurlaub

Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, dem Arbeitnehmer bezahlten Sonderurlaub zu gewähren, wenn dieser für eine kurze Zeit durch einen nicht in seiner Person liegenden Grund an der Ausübung seiner Arbeit verhindert ist, § 616 BGB.

Weder Dauer noch Gründe sind im Gesetz festgeschrieben. Angemessen sind jedoch höchstens wenige Tage. Anerkannte Gründe für bezahlten Sonderurlaub sind beispielsweise die Geburt der Ehefrau oder Lebenspartnerin, eine schwere Krankheit oder der Tod eines nahen Angehörigen, die eigene Eheschließung oder die Pflege eines kranken Kindes.

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst regelt den Anspruch auf Sonderurlaub detailliert. So werden beispielsweise für die Niederkunft der Ehefrau ein Arbeitstag und für eine schwere Erkrankung des Kindes bis zu vier Arbeitstage im Kalenderjahr gewährt, § 29 TVöD.

Wird ein Arbeitsverhältnis gekündigt, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Freistellung für die Suche nach einer neuen Beschäftigung, § 629 BGB.

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