Ruhepause / Pause am Arbeitsplatz

Eine Pause für den Arbeitnehmer ist im Arbeitsrecht gesetzlich vorgeschrieben und geregelt. In § 4 ArbZG (Arbeitszeitgesetz) ist bezüglich Ruhepausen am Arbeitsplatz folgende Regelung getroffen:

Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.

Die in § 4 ArbZG geregelten Ruhepausen sind dabei das gesetzliche Minimum. Der Arbeitgeber kann auch längere Pausen anordnen (Direktionsrecht). Wenn ein Betriebsrat im Unternehmen vorhanden ist, hat dieser Mitspracherecht bezüglich der Pausenregelung. Die in § 4 ArbZG festgesetzte Ruhepause gehört nicht zur Arbeitszeit und wird deshalb auch nicht bezahlt. Bezahlte Pausen sind zum Beispiel die Lärmpause oder die Bildschirmpause.

In der Ruhepause darf der Arbeitnehmer den Arbeitsplatz verlassen und es darf auch keine Arbeitsbereitschaft bestehen. Die Ruhepause ist daher völlig von der Arbeit zu entkoppeln.

Toilettengänge zählen nicht zu Pausen und fallen daher unter die voll zu bezahlende Arbeitszeit.

Einen Anspruch auf eine Raucherpause, jenseits von denen im Arbeitszeitgesetz festgelegten Ruhepausen, gibt es nicht. Siehe hierzu Rauchen am Arbeitsplatz.

zurück zum Wörterbuch