Kurzarbeit

Unter Kurzarbeit ist die vorübergehende Herabsetzung der betrieblichen Arbeitszeit aufgrund erheblichen Arbeitsausfalls zu verstehen.

Die Kurzarbeit dient bei einem temporären Auftragseinbruch (der beispielsweise saisonal bedingt sein kann) der Vermeidung von Entlassungen. Davon profitiert neben den Arbeitnehmern auch der Arbeitgeber, dem das Know-How seiner Arbeitskräfte erhalten bleibt.

Voraussetzung für die Einführung von Kurzarbeit ist die Zustimmung des Betriebsrats, § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG.

Kurzarbeit bedeutet für den Arbeitnehmer eine Kürzung des Arbeitsentgelts. Um diese Einbuße zumindest teilweise auszugleichen, steht dem Arbeitnehmer ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld zu, § 95 SGB III. Dieses wird von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt und beträgt 60 % (bei Arbeitnehmern mit Kindern: 67 %) des ausgefallen Nettoarbeitsentgelts. Die Bezugsdauer grundsätzlich auf 12 Monate begrenzt.

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