Krankschreibung

Ist ein Arbeitnehmer infolge einer Erkrankung arbeitsunfähig, ist er dazu verpflichtet den Arbeitgeber unverzüglich über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer zu informieren, § 5 Abs. 1 Entgeltfortzahlunsgesetz (EntgFG).

Besteht die Arbeitsunfähigkeit für mehr als drei Kalendertage, muss dem Arbeitgeber spätestens am darauffolgenden Arbeitstag zusätzlich eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden. Von dieser Regelung kann arbeitsvertraglich abgewichen werden, oft wird eine kürzere Frist vereinbart.

Dauert die Krankheit länger an als auf der ärztlichen Bescheinigung angegeben, muss eine weitere Bescheinigung engereicht werden, § 5 Abs. 1 EntgFG.

Während der Krankschreibung hat der Arbeitnehmer alle Tätigkeiten zu unterlassen, die seiner Genesung im Wege stehen. Was genau davon umfasst ist, hängt von der Art der Erkrankung ab. So kann dem Arbeitnehmer nicht generell untersagt werden, das Haus zu verlassen.

Versäumt der Arbeitnehmer die umgehende Benachrichtigung des Arbeitgebers riskiert er eine Abmahnung. Eine vorgetäuschte Krankheit kann sogar zu einer verhaltensbedingten fristlosen Kündigung führen.

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