Haftung Arbeitnehmer

Verursacht der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber Schäden bei der Ausführung einer betrieblich veranlassten Tätigkeit, haftet er nach den Vorschriften des innerbetrieblichen Schadensausgleichs.

Der innerbetriebliche Schadenausgleich stellt eine Haftungserleichterung des Arbeitnehmers dar, da dieser sich sonst aufgrund einer einfachen Unachtsamkeit am Arbeitsplatz finanziell ruinieren könnte. Das Schadenrisiko ist nicht alleine dem Arbeitnehmer aufzuerlegen, sondern Teil des Betriebsrisikos des Arbeitgebers.

  • Der Arbeitnehmer haftet voll, wenn er den Schaden vorsätzlich, also mit Wissen und Wollen, herbeigeführt hat.
  • Dies gilt in der Regel auch für die grob fahrlässige Herbeiführung, also dann, wenn der Arbeitnehmer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße verletzt hat. Eine Ausnahme besteht nur, wenn zwischen Vergütung und Schaden ein auffälliges Missverhältnis besteht.
  • Hat der Arbeitnehmer seine Sorgfaltspflichten lediglich in normalem Maß verletzt liegt mittlere Fahrlässigkeit vor. Der Schaden wird dann zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt.
  • Ist dem Arbeitnehmer lediglich leichte Fahrlässigkeit vorzuwerfen, haftet der Arbeitgeber voll.

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