Geringfügige Beschäftigung / Minijob

Die geringfügige Beschäftigung ist ein Beschäftigungsverhältnis, bei dem der Lohn eine gesetzlich festgesetzte Grenze nicht überschreitet. Diese Grenze liegt in Deutschland zur Zeit bei 450 EUR. Bis zum Jahr 2012 belief sich die Grenze auf 400 EUR. Der geringfügig Beschäftigte wird auch als sogenannter Mini-Jobber bezeichnet.

Die geringfügige Beschäftigung kann von Studenten, Rentnern, Arbeitslosen, Ferienjobber oder Arbeitnehmern, die zu ihrem Job etwas hinzuverdienen möchten, ausgeübt werden.

Für Arbeitslose gelten bei der geringfügigen Beschäftigung Sonderregelungen. Bezieher von Arbeitslosengeld I dürfen Minijobs nur annehmen, wenn die wöchentliche Arbeitszeit unter 15 Stunden liegt. Hartz-IV-Empfänger (Arbeitslosengeld II) können die ersten 100 Euro anrechnungsfrei erhalten. Bei darüber hinausgehenden Zahlungen werden zusätzlich 20 Prozent nicht angerechnet. Bei einem Einkommen von 450 Euro können also im Maximum 170 Euro von Hartz-IV-Empfängern hinzuverdient werden.

Steuerlich lohnt sich die geringfügige Beschäftigung für Arbeitgeber, weil diese nur sehr geringe Lohnsteuern zahlen müssen.

Geringfügig Beschäftigte haben, genau wie Vollzeitbeschäftigte, ein Recht auf bezahlten Urlaub.

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