Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist im Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) geregelt.

Ist ein Arbeitnehmer aufgrund einer nicht selbst verschuldeten Erkrankung daran gehindert, seine Arbeitsleistung zu erbringen, hat er für die Dauer von sechs Wochen Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts durch den Arbeitgeber, § 3 Abs. 1 EntgFG.

Das Arbeitsverhältnis muss für vier Wochen ununterbrochen bestanden haben um einen Anspruch des Arbeitnehmers zu begründen, § 3 Abs. 3 EntgFG.

Die Höhe der Entgeltfortzahlung richtet sich nach dem vereinbarten Arbeitsentgelt. Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer das ihm gewöhnlich zustehende Arbeitsentgelt in voller Höhe zu zahlen. § 4 Abs. 1 EntgFG.

Der Arbeitnehmer ist im Krankheitsfall dazu verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit unverzüglich anzuzeigen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit mehr als drei Kalendertage an, muss zusätzlich eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden, § 5 Abs. 1 EntgFG.

Nach Ablauf der sechswöchigen Entgeltfortzahlung besteht ein Anspruch des Arbeitnehmers auf Krankengeld gegen die Krankenkasse.

zurück zum Wörterbuch