Bewerbung

Bereits durch die Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses im Rahmen einer Bewerbung entsteht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Rechtsverhältnis, welches beide Parteien zu gegenseitiger Rücksichtnahme verpflichtet.

Daraus folgt, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer Aufklärungspflichten treffen. So müssen beide Parteien solche Informationen offenlegen, die für die andere Seite relevant sind. Dies können auf der Arbeitgeberseite besondere Risiken sein, die mit der Beschäftigung verbunden sind. Der Arbeitnehmer muss den Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch beispielsweise über Erkrankungen informieren, welche die Tätigkeit direkt betreffen (bspw. Alkoholismus als Berufskraftfahrer).

Fragen über persönliche Dinge, an deren Beantwortung der Arbeitgeber kein rechtlich relevantes Interesse hat (Religion, Familienstand, Kinderwunsch, sexuelle Orientierung) müssen nicht oder nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden (sog. Recht zur Lüge).

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