Bereitschaftsdienst

Bereitschaftsdienst bezeichnet den Zeitraum, in dem ein Arbeitnehmer sich zur Erbringung seiner Arbeitsleistung bereit halten muss. Der Arbeitnehmer muss sich am Arbeitsplatz oder in dessen unmittelbarer Nähe aufhalten, um im Bedarfsfall schnell die Arbeit aufnehmen zu können.

Abzugrenzen ist der Bereitschaftsdienst von der Rufbereitschaft. Diese liegt vor, wenn der Arbeitnehmer sich an einem von ihm selbst gewählten Ort aufhalten kann und für den Fall eines Einsatzes lediglich seine Erreichbarkeit sicherzustellen hat.

Seit der letzten großen Änderung des Arbeitszeitgesetzes im Jahr 2004 zählt der Bereitschaftsdienst unstreitig als Arbeitszeit.

Dennoch ist es weiterhin möglich und üblich, den Bereitschaftsdienst geringer als die Vollarbeit zu vergüten. Die Entlohnung richtet sich zumeist nach dem Heranziehungsanteil, also der während des Bereitschaftsdienstes üblicherweise tatsächlich zu leistenden Arbeit.

Grundsätzlich finden die Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes auch auf den Bereitschaftsdienst Anwendung. Dies hat zur Folge, dass pro Woche 48 Stunden und pro Tag 8 (bzw. 10 Stunden, wenn diese zu einem späteren Zeitpunkt ausgeglichen werden) nicht überschritten werden dürfen. Von diesen Regeln kann jedoch per Tarifvertrag abgewichen werden.

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