Ausbildung

Die (Berufs-)Ausbildung dient dem Erlernen eines staatlichen anerkannten Berufes. Sie wird überwiegend im dualen System absolviert. Dies bedeutet, dass die theoretischen Kenntnisse in der Berufsschule und die praktischen Fertigkeiten im Betrieb erlernt werden.

Die Berufsausbildung ist gesetzlich im Berufsausbildungsgesetz (BBiG) geregelt.

Auszubildende sind dazu verpflichtet, die ihnen übertragenen Aufgaben sorgfältig auszuführen und den Weisungen des Ausbilders Folge zu leisten, § 13 BBiG. Im Gegenzug ist Pflicht des Ausbilders, den Auszubildenden die berufliche Handlungsfähigkeit zu vermitteln, § 14 BBiG.

Für die Ausbildung ist eine angemessene Vergütung zu gewähren, deren Höhe sich nach der Beschäftigungsdauer und dem Alter der Auszubildenden richtet, § 17 BBiG.

Die Probezeit beträgt für Auszubildende mindestens einen Monat und höchstens vier Monate, § 20 BBiG. In diesem Zeitraum kann dem Auszubildenden ohne Angabe von Gründen jederzeit gekündigt werden, § 22 Abs. 1 BBiG.

Nach Ablauf der Probezeit genießen Auszubildende jedoch einen besonderen Kündigungsschutz. So kann ihnen durch den Arbeitgeber nur aus wichtigem Grund gekündigt werden. Der Auszubildende selbst kann das Ausbildungsverhältnis jedoch mit einer vierwöchigen Kündigungsfrist beenden, wenn er die Berufsausbildung aufgeben oder eine andere Ausbildung beginnen möchte, § 22 Abs. 2 BBiG.

Das Berufsausbildungsverhältnis endet sonst wie ein befristetes Arbeitsverhältnis mit dem Datum, welches im Ausbildungsvertrag vorgesehen ist. Auf eine Übernahme in den Betrieb besteht kein Rechtsanspruch.

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