Arbeitszeit

Grundsätzlich ergibt sich die Dauer der vom Arbeitnehmer zu leistenden Arbeit aus dem Arbeitsvertrag.

Die Lage der Arbeitszeit unterliegt dem Weisungsrecht des Arbeitgebers, § 106 Gewerbeordnung. Er kann bestimmen, an welchen Tagen der Woche wie lange gearbeitet werden muss.

Einschränkungen finden die durch Arbeitsvertrag und Weisungsrecht festgelegten Arbeitszeiten durch das Arbeitszeitgesetz (ArbZG).

Die tägliche Arbeitszeit darf im Regelfall acht Stunden nicht überschreiten, § 3 Abs. 1 ArbZG. Sie kann jedoch auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen durchschnittlich acht Stunden pro Werktag nicht überschritten werden, § 3 Abs. 2 ArbZG.

Im Regelfall gilt an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen ein Beschäftigungsverbot, § 9 Abs. 1 ArbZG. Es bestehen jedoch Ausnahmen für solche Arbeiten, die auch am Sonntag ausgeführt werden müssen (Notdienste, Krankenhäuser, Gaststätten, Rundfunk etc.), § 10 ArbZG.

Die wöchentliche Höchstarbeitszeit beträgt im Regelfall 48 Stunden (die täglich zulässigen acht Stunden an sechs Werktagen).

Die vorgeschriebenen Ruhepausen bestimmen sich nach der Anzahl der zu arbeitenden Stunden. Beträgt die tägliche Arbeitszeit weniger als sechs Stunden, müssen keine Pausen gewährt werden. Wird zwischen sechs und neun Stunden gearbeitet, muss eine 30-minütige Pause eingelegt werden. Bei einer Arbeitszeit von über neun Stunden muss eine 45-minütige Ruhepause gewährt werden, § 4 ArbZG.

Nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit ist dem Arbeitnehmer grundsätzlich eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden zu gewähren, § 5 Abs. 1 ArbZG.

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