Arbeitskampf

Der Arbeitskampf ist ein Begriff aus dem kollektiven Arbeitsrecht, also dem Bereich der arbeitsrechtlichen Koalitionen, wie Gewerkschaften auf der einen und Arbeitgeberverbände auf der anderen Seite. Konkret wird mit dem Begriff Arbeitskampf die Ausübung eines kollektiven Drucks zwischen Tarifparteien durch Streiks oder Aussperrungen auf der Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberseite bezeichnet.

Arbeitskämpfe dürfen nur von den Arbeitgebern und ihren Verbänden auf der einen und den Gewerkschaften auf der anderen Seite geführt werden. Alle anderen Arten von Gruppierungen, wie zum Beispiel Belegschaften ohne gewerkschaftliche Autorisierung, dürfen rechtmäßig nicht streiken und am Arbeitskampf teilnehmen.

Streiks sind heutzutage immer noch das effektivste, da auch im Grunde das einzige verbliebene Mittel der Gewerkschaften, um Druck gegen Arbeitgeber auszuüben.

Aussperrungen durch Arbeitgeber von Arbeitnehmern, die nicht am Streik teilnehmen wollen oder dürfen, sind seit 1985 durch Gesetzesänderungen und hohe Maßstäbe an deren Rechtmäßigkeit praktisch nicht mehr vorhanden.

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